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Samstag, 1. Juni 2013

Der Sonne folgt Regen und dem Regen die Sonne.

Der Titel passt zum Wetter, genau wie er zum Leben passt.
Mal läuft es gut, dann schlecht und dann wieder besser.

Ich habe ihn gewählt, weil er mich gerade extrem an die vergangenen Jahre meines Lebens erinnert. Die Schule war meist sonnig, bis Wolken den Himmel bedeckten und es langsam anfing zu nieseln. Damals habe ich das Donnern des Sturmes noch nicht wahrgenommen. Ein knappes Jahr später ging es dann los. Aus den Tropfen wurde ein Gewitter, das ewig anzuhalten schien. Zwischendurch haben sich die Wolken mal für einige Tage verzogen, aber sind nie ganz verschwunden. Kurz bevor ich in die Klinik ging, fing ein Taifun an zu toben, wie ich es noch nie erlebte. Schwer und durchnässt schleppte ich mich weiter, suchte nach Schutz. Ich fand ihn. Eine kleine Hütte, die wohl bald nicht mehr stehen würde. Rostig, alt und nass stand sie dort. In ihr wartete ich einige Wochen. Manches mal brach ein Stück des Daches weg und ich wurde für kurze Zeit wieder dem Regen ausgesetzt. Mir wurde kalt. Doch gleichzeitig wurde das Unwetter schwächer. Es verlor an Macht, die es über mich hatte. Als das Haus ganz in sich zusammenfiel, war der Horizont fast frei von Wolken. Ich wartete noch einen Augenblick, bis die Sonne durch kleine Löcher in der dicken Schicht über mir zu sehen war. Dann machte ich mich auf den Weg und bald verschwanden die Wolken komplett. Der Himmel war blau und meine Haut wurde in Zusammenarbeit von Wind und Wärme getrocknet.

Von damals bis jetzt gab es noch einmal so eine Phase. Und, wie es jetzt aussieht?
Die Sonne scheint. Ich habe ein paar wunderbare Freunde. Auch sitzt an dem Tisch, über den ich vor ein paar Monaten schrieb, wieder jemand, der mir Gesellschaft leistet und den ich liebe.

Also kurz und knapp: Ich liege in einer Hängematte unter Palmen, halte ein Glas mit Whiskey in der Hand und es sind 30°C im Schatten. 

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