Übersicht

Dienstag, 18. Juni 2013

Dein Herz, mein Puls, ein Takt.

Mal abgesehen von der Entstehung des Universums und der Dummheit einiger Menschen gibt es nur eine Sache, die ich weder in Worte fassen, noch beschreiben kann.


Liebe. 


Man trifft einen Menschen in seinem Leben, der einem nach ein paar Minuten schon nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Vielleicht will der Kopf auch nicht, dass er aus ihm verschwindet. Womöglich ist es auch das Herz, das sagt: "Halte sie gut fest, sie ist ein toller Mensch.". Egal, wer oder was dieses Gefühl hervorruft, ich kann es nicht erklären. Biologen nennen es Hormone. Mathematiker Berechnung. Soziologen sprechen von Sympathie. Gläubige von Bestimmung oder Schicksal. Ich nenne es einfach nur "Wunderbar.".

So etwas ist mir vorher nur ein einziges Mal passiert. Aber darüber möchte ich heute nicht schreiben, das ist alles Vergangenheit und nicht mehr wichtig.

Am 10. Mai 2013 passierte es dann, dass ich noch einmal so einen Augenblick erlebte. Ich saß mit meinem Bruder und einem Freund ziemlich zugedröhnt auf einer Bank vor meinem Lieblingsort: Dem Inihaus. Wir unterhielten uns über Schnabeltiere, Kanarienvögel, Hipster und haben uns über das Leben gefreut. Einen gefühlten Augenblick später (könnte auch eine halbe Stunde gewesen sein, ich bin mir nicht mehr ganz so sicher) sagte mein Kumpel: "Da sind Chris, bla bla bla und Katha!".
Ich sah zu dir, stand auf und gab dir die Hand. "Hey, ich bin Jan.".
Du sagtest dann, dass wir uns kennen und ich war wohl sichtlich verwirrt, denn du fingst an zu lachen. Ich musste lächeln, war aber immer noch durcheinander. "Woher das denn?" fragte ich dich mit hochgezogener Augenbraue. Und dann erzähltest du mir, dass du mich ab und zu mal in der Schule sahst und wir eine Zeit lang per ICQ geschrieben haben. Ich wusste davon leider nichts mehr, aber du hast nicht gelogen. Wir haben uns den ganzen Abend über unterhalten. Ob in der Runde mit anderen oder nur wir beide. An die Themen erinnere ich mich leider nicht mehr, aber ich weiß, dass es sehr schön war. Als du gehen musstest, nahm ich dich in den Arm, doch du bliebst noch dort. Also umarmten wir uns noch einmal, als du dann wirklich gingst... vorerst. Du kamst noch einmal wieder. Ich nahm an, dass du noch etwas mit jemandem besprechen wolltest. Das war mir aber egal, denn mein einziger Gedanke war: "Du musst sie noch einmal knuddeln, wer weiß, wann  du es das nächste mal tun kannst.". Also tat ich es und sah dir hinterher, als du langsam aber sicher im Dunkel der Nacht verschwandst.
Von da an haben wir verdammt viel geschrieben. Unser erstes Thema handelte von einem Typen, der dich die ganze Nacht nicht in Ruhe gelassen hat. Bisher habe ich es dir nicht gesagt, aber ich war echt sauer auf den Kerl. Bin ich immer noch.
Ab diesem Abend wollte ich dich unbedingt wiedersehen. Ein paar Tage später, dieselbe Bank. Wir trafen uns wieder und ich musste mich echt zusammenreißen, damit ich dir nicht entgegenrenne und dich umspringe. Ich nahm dich wieder in den Arm und es war genau so schön, wie beim ersten mal. Du umarmtest mich so liebevoll und zart, dass ich den ganzen Tag nur noch lächelte.

Seitdem haben wir uns beinahe jeden Tag gesehen. Wir spielten Mariokart (naja, ich spielte, du hast geschummelt), haben uns in die Sonne gelegt, oder saßen einfach auf der Bank hinter dem Bahnhof und haben geredet. Wir fingen an, Händchen zu halten. Ich brachte dich zur Schule und holte dich von dort wieder ab. Ich habe sogar bei meinem Papa gewartet, bis du Pause hast und wir uns sehen können. Wenn auch nur kurz, war es das jedes mal wert.

Am 30. Mai warst du wieder bei mir und wir wollten uns noch mit 2 Freunden treffen. Um 14 Uhr sollten wir in der Stadt sein. Wir saßen auf meinem Bett und du hast angefangen mich zu kitzeln. Ich habe mich natürlich gewehrt und wir kämpften um Leben und Tod. Bis wir still hielten und uns in die Augen sahen. Ich wollte dich küssen, aber war mir so unsicher damit, dass ich meinen Blick abwendete. Wir kuschelten noch ein bisschen und es war mittlerweile 15 Uhr. "Gleich." und "Machen uns gleich fertig." schriebst du deiner besten Freundin im Minutentakt. Wir sahen uns wieder in die Augen. Du lagst auf dem Rücken und ich saß halb auf dir, beugte mich über dich und.. gab dir einen Kuss. Mein Herz lief auf Hochtouren. Mir wurde warm und alles fühlte sich so.. so richtig an. 20 Tage sind nicht lang, doch was hätte es geändert, wenn wir noch eine Woche oder zwei gewartet hätten? Ich war mir in diesem Moment schon absolut sicher, dass ich dich liebe. Unsere Lippen berührten sich noch einige Male, bevor wir dann endlich los gingen. 2 1/2 Stunden zu spät. Wir wurden im Park dann von ein paar Türken dicht gelabert und gefragt, wie lange wir schon zusammen seien. Der Tag endete und du musstest nach Hause. Dein Vater hat dich vor unserer Haustür abgeholt. Bevor wir dort waren, blieb ich noch einmal stehen, um dir noch einen Kuss zu geben. Du wolltest sofort danach schon weiter, aber ich hielt dich fest und bat dich, zu warten.

Die drei Worte, die ich dir sagte, malten dir das schönste Lächeln auf, dass ich jemals auf deinen Lippen gesehen habe.


Du bedeutest mir so unendlich viel. Du bringst mich zum Lachen. Du schenkst mir dein Vertrauen. Du beißt mir in den Arm. Du stolperst über nicht vorhandene Hindernisse. Du klaust Dinge für mich aus dem Kunstunterricht. Du hörst mir zu. Du erzählst mir von dir. Du wendest den schlechtesten Tag wieder zum Guten. Du bist ein Engel.


Egal, welches Ziel du anstrebst. Egal, welchen Weg du einschlägst. Ob du traurig bist oder strahlst. Ich stehe immer hinter dir und gebe mein bestes, dich zu verstehen und dir dabei zu helfen, dein Ziel zu erreichen.


Du wirst mir die nächsten Tage sehr fehlen. Aber umso mehr freue ich mich auf unser wiedersehen.


Ich liebe dich, meine Kleine. ♥


"Du schaffst es, dass meine Seele lächelt, nicht nur mein Gesicht." 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen