Manche Tage beginnen schon mit miesem Gefühl. Und manche dieser Tage bleiben dann auch so. Klar, jeder ist seines Glückes Schmied. Aber ich bin kein guter Schmied. Wahrscheinlich würde ich nicht einen guten Schlag landen.
Mir fehlt eine Unmenge an Kraft, um mein Glück zu schmieden. Ich weiß, was ich tun muss, um solche Tage zu verändern. Unzählige Versuche sind schon gescheitert und es mangelt mir an Mut und Energie, es noch einmal zu probieren. Und dann dieses verdammte Durchhaltevermögen. In einer oder zwei Situationen das zu tun, was das richtige für meine Psyche ist, ist nicht unmachbar. Aber das über Wochen und Monate zu tun, war bisher unmöglich für mich. Wenn sich ein Mensch verändert, ergibt das bei den Menschen in seinem Umfeld normalerweise Reibung. Vielleicht auch Streit, weil man in manchen Punkten nicht mehr der von vorher ist. Und da beginnt mein eigentliches Problem. Ich bin zu sensibel, um das allein zu schaffen. Sobald ich merke, dass mein Handeln anderen weh tut oder anderweitig nicht gefällt, versuche ich mein bestes, diese Situationen zu vermeiden. Das steckt so tief in mir verankert, dass es nicht einen Gedanken lang dauert, mich für diesen Weg zu entscheiden. 'Alle anderen kommen vor dir, Jan. Du bist nicht so wertvoll, wie sie.'
Woher diese Stimme kommt, weiß ich nicht. Aber sie ist da und verschwindet nicht, egal was ich tue. Ich hasse sie.
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