Man hört ihn nicht immer. Vielleicht kommt es einem ein wenig komisch vor, aber wenn man nicht darauf fixiert ist, fällt einem dieser falsche Akkord kaum auf. Genau, wie einige Fehler.
Ich kaue jetzt schon seit Tagen auf Scherben, warte, dass ich es schaffe, mich aufzuraffen und Fehler zu beheben. Doch jedes mal, wenn mir diese Fehler bewusst werden, ist es zu spät, um sie zu stoppen, bevor schlimmeres passiert. Entweder ist es, wie jetzt auch, 3 Uhr nachts und niemand ist mehr wach, oder es ist einfach zu spät.. warum denke ich am Tag nicht an sowas? Ich sitze doch nur hier und schlage die Zeit tot.. warte, dass es wieder Nacht ist, um nachdenken zu können.. einen klaren Kopf zu bekommen. "Junge, du lebst wirklich gerade dein Leben!" Diesen Spruch höre ich momentan relativ oft. Meine Antwort darauf lautet meistens: "Ich wäre froh, wenn ich das könnte.". Ich bin kaputt, will nicht so weitermachen, niemandem zur Last fallen. Ich will arbeiten, eigenes Geld verdienen. Aber ich bin schon damit überfordert früher als um 2 Uhr im Bett zu liegen, damit ich nicht bis nachmittags schlafe. Dieses Leben ist zum Kotzen, auch wenn einige von euch sich das vielleicht ganz entspannt vorstellen. Die ersten Tage ist es noch so, vielleicht auch ein paar Wochen. Aber nach 2 Monaten nervt es einen nur noch. Man hat keine Lust mehr auf irgendetwas und aus Frust legt man sich einen Blog zu, auf dem man von Zeit zu Zeit die Welt volljault, wie beschissen sein Leben eigentlich ist.
Jedes Ziel, das ich mir setze, ist zu hoch angesetzt. 'Gesund werden' heißt es jetzt erst einmal. Alles andere wäre, als säe ich auf verseuchtem Grund. Der falsche Akkord.
Weil alles bricht, am Lauf der Zeit, will ich, dass du mein Freund, meine Geschichten kennst.
Donnerstag, 27. September 2012
Freitag, 21. September 2012
Schließe deine Augen und träume, träume Dich selbst.
Wow. So nervtötend ich Kleinkinder und Babys bis jetzt auch fand, alles hat sich in einem kleinen Moment geändert. Ein Anruf von der Mutter meiner Freundin. "Hallo Jan, das Kind ist seit heute Morgen da." Es ist zwar nicht meins, aber dennoch ist es ein wunderbares Gefühl, einen Menschen großziehen zu dürfen. Nicht einmal eine Woche ist es her, dass der Kleine auf der Welt ist und er haut sich schon mehr Mahlzeiten am Tag rein, als ich. Die Zeit wird erst einmal schwierig, aber es ist ein unglaubliches Gefühl, ein kleines Kind im Arm zu halten und zu wissen, dass man quasi sein "Papa" ist. Ich kann es gar nicht beschreiben, wie sich das anfühlt.. irgendwann werdet ihr verstehen, wie ich mich gerade fühle. Man macht sich so viele Gedanken, was das Baby noch braucht und ob ihm gerade etwas passieren könnte. Wie es seiner Mutter geht und ob sie nicht überfordert ist. Als sie mir sagte, dass sie schwanger ist, hielt ich es für keine gute Idee, das Kind zu behalten.. aber jetzt weiß ich, was ein Freund von mir dazu meinte. "Ein Kind gibt einem etwas, was man von sonst niemandem bekommen kann." waren seine Worte. Und er hat damit völlig Recht.
Ich würde gerne ein paar Worte an euch richten. Wenn ihr manchmal das Gefühl habt, ihr seid schlechte Kinder oder eure Eltern hassen euch.. das ist Mist. Ich wurde in den letzten 5 Tagen angekotzt, angepinkelt und vollgesabbert, angeschrien und wach gehalten. Das ganze hat mich nicht einmal genervt. Dabei bin ich nicht einmal der Vater von dem Kleinen. Sowas passiert einfach. Jedem unterlaufen Fehler.
Denkt nicht, dass eure Eltern euch hassen, auch wenn sie hin und wieder sauer auf euch sind. Ihr gebt ihnen wahrscheinlich mehr, als sie euch zurückgeben können. Schenkt ihnen hin und wieder ein Lächeln oder nehmt sie in den Arm. Einfach so, ohne einen besonderen Grund. Sie werden sich darüber freuen. Und ich mich auch, wenn ihr meinen Worten Glauben schenkt. :)
Ich würde gerne ein paar Worte an euch richten. Wenn ihr manchmal das Gefühl habt, ihr seid schlechte Kinder oder eure Eltern hassen euch.. das ist Mist. Ich wurde in den letzten 5 Tagen angekotzt, angepinkelt und vollgesabbert, angeschrien und wach gehalten. Das ganze hat mich nicht einmal genervt. Dabei bin ich nicht einmal der Vater von dem Kleinen. Sowas passiert einfach. Jedem unterlaufen Fehler.
Denkt nicht, dass eure Eltern euch hassen, auch wenn sie hin und wieder sauer auf euch sind. Ihr gebt ihnen wahrscheinlich mehr, als sie euch zurückgeben können. Schenkt ihnen hin und wieder ein Lächeln oder nehmt sie in den Arm. Einfach so, ohne einen besonderen Grund. Sie werden sich darüber freuen. Und ich mich auch, wenn ihr meinen Worten Glauben schenkt. :)
Sonntag, 2. September 2012
Wolken zieh'n vorbei.
Aus Angst wird Schmerz. Aus Schmerz wird Wut. Aus Wut dann endlich Hass. Es tut nicht mehr weh, nicht lang. Die Maske aufgesetzt und raus ins Leben. Die Wolken ziehen vorbei, ein neues Buch wird geschrieben.
Der Weg führt durch menschenleere Straßen, vorbei an zerstörten Häusern, in denen einmal Erinnerungen wohnten, die zusammenbrachen wie ein Glas, das einem vor Schreck aus der Hand fällt. Die Scherben liegen noch immer dort und werden auch liegen bleiben.
Es geht weiter, ich versuche den Wolken zu folgen. In der Hoffnung, dass sie mir den Weg zeigen, den ich gehen soll. Der Weg ist nicht mehr fest. Die Straße wurde verlassen und ich laufe durch Schlamm. Diese Wege sind mir nicht bekannt und dennoch gehe ich ihren Pfad. Flehend sehe ich mir die Wolken an, die gerade dabei sind sich aufzulösen. Meine Lippen formen die Worte "Bitte nicht.". Ich bin allein. Nicht einmal ein zwitschernder Vogel ist zu hören. Es kostet mehr Kraft diesen Weg zu gehen, als man durch seine Willensstärke bekommt. Eine endlose Zeit laufe ich auf diesem Pfad, den man mittlerweile nicht einmal Weg nennen kann. Schlamm, übler Geruch, Hunger und stechende Schmerzen. Die Straße schon lang nicht mehr in Sichtweite, erblicke ich einen Prinzen, der noch schwärzer ist, als sein Thron auf dem er sitzt. Ich gehe vorsichtig auf ihn zu, höre Stimmen in der Nähe. Sie rufen nach mir, wollen mir helfen. Die Hilfe kommt genau rechtzeitig, weit hätte ich nicht mehr laufen können. Ich gehe schneller auf den Mann zu. Ein paar Schritte vor dem Thron bleibe ich stehen und die Stimmen verstummen augenblicklich. Der Prinz hebt sein Haupt. Keine Augen. Keine Nase. Nur eine Fratze, die man nicht mehr als Mund erkennen kann. Ich bleibe stehen, sehe mir seinen Thron an. Er schimmert in der Sonne, die langsam untergeht und sich für heute von der Welt verabschiedet. Er steht langsam auf, bewegt sich auf mich zu. Wie eingefroren bleibe ich stehen und versuche mich meiner Angst zu stellen. Er ist beinahe doppelt so groß wie ich und beugt sich zu mir herunter, sieht mir ins Gesicht, obwohl ihm die Sinne dazu fehlen. Mein Körper fängt an zu zittern und ich sage ihm, dass er mich allein lassen soll. Er hört nicht auf mich, bewegt sich weiter lautlos um mich herum. Was er vor hat, weiß ich nicht. Warum er hier sitzt, weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, warum niemand hier ist, nicht einmal eine Fliege. Er reißt mich aus meinen Gedanken, als er vor mir steht und ein breites Grinsen seine Fratze ziert. Im nächsten Moment packt mich etwas an den Füßen und zieht mich nach unten.
Der Weg führt durch menschenleere Straßen, vorbei an zerstörten Häusern, in denen einmal Erinnerungen wohnten, die zusammenbrachen wie ein Glas, das einem vor Schreck aus der Hand fällt. Die Scherben liegen noch immer dort und werden auch liegen bleiben.
Es geht weiter, ich versuche den Wolken zu folgen. In der Hoffnung, dass sie mir den Weg zeigen, den ich gehen soll. Der Weg ist nicht mehr fest. Die Straße wurde verlassen und ich laufe durch Schlamm. Diese Wege sind mir nicht bekannt und dennoch gehe ich ihren Pfad. Flehend sehe ich mir die Wolken an, die gerade dabei sind sich aufzulösen. Meine Lippen formen die Worte "Bitte nicht.". Ich bin allein. Nicht einmal ein zwitschernder Vogel ist zu hören. Es kostet mehr Kraft diesen Weg zu gehen, als man durch seine Willensstärke bekommt. Eine endlose Zeit laufe ich auf diesem Pfad, den man mittlerweile nicht einmal Weg nennen kann. Schlamm, übler Geruch, Hunger und stechende Schmerzen. Die Straße schon lang nicht mehr in Sichtweite, erblicke ich einen Prinzen, der noch schwärzer ist, als sein Thron auf dem er sitzt. Ich gehe vorsichtig auf ihn zu, höre Stimmen in der Nähe. Sie rufen nach mir, wollen mir helfen. Die Hilfe kommt genau rechtzeitig, weit hätte ich nicht mehr laufen können. Ich gehe schneller auf den Mann zu. Ein paar Schritte vor dem Thron bleibe ich stehen und die Stimmen verstummen augenblicklich. Der Prinz hebt sein Haupt. Keine Augen. Keine Nase. Nur eine Fratze, die man nicht mehr als Mund erkennen kann. Ich bleibe stehen, sehe mir seinen Thron an. Er schimmert in der Sonne, die langsam untergeht und sich für heute von der Welt verabschiedet. Er steht langsam auf, bewegt sich auf mich zu. Wie eingefroren bleibe ich stehen und versuche mich meiner Angst zu stellen. Er ist beinahe doppelt so groß wie ich und beugt sich zu mir herunter, sieht mir ins Gesicht, obwohl ihm die Sinne dazu fehlen. Mein Körper fängt an zu zittern und ich sage ihm, dass er mich allein lassen soll. Er hört nicht auf mich, bewegt sich weiter lautlos um mich herum. Was er vor hat, weiß ich nicht. Warum er hier sitzt, weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, warum niemand hier ist, nicht einmal eine Fliege. Er reißt mich aus meinen Gedanken, als er vor mir steht und ein breites Grinsen seine Fratze ziert. Im nächsten Moment packt mich etwas an den Füßen und zieht mich nach unten.
Stille.
Es ist kalt und ich möchte nach Haus. Wieder in die Stadt, in der einst so viele Erinnerungen durch die Gassen schwebten. Aber es ist zu spät. Es gibt kein zurück. Diese Zeiten sind vorbei und niemand wird etwas hiervon erfahren.
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