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Sonntag, 17. April 2016

Auf 'nem anderen Stern.

Wenn ich mir die Worte der letzten Jahre durchlese, fühlt sich das meiste so irreal an. Es ist, als würden Szenen aus Filmen vor mir abgespielt werden, bei denen ich nur ein Zuschauer war. Manche Erinnerungen sind so verzerrt, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass ich überhaupt etwas davon erlebt, geschweige denn darüber geschrieben habe. Die meisten Geschichten beginnen so, wie sie aufhören. Und ich habe das Gefühl, dass sich von der ersten, bis zur letzten nichts geändert hat. Mir ging es meistens mies und ich musste irgendwo hin mit den Gefühlen. Aber langsam denke ich, dass mich das nicht weiterbringt. Was ich damals gebraucht habe, fühlt sich heute an, wie unnötiger Ballast. Ich komme auch so klar, ohne diese Situationen irgendwo festzuhalten. Wenn ich sie vergessen habe, komme ich nur irgendwann wieder darauf zurück und merke, dass es mir vielleicht doch noch nicht so egal ist, wie ich dachte. Zwischen meinem heutigen Ich und dem Jan, der damals anfing, seine Gedanken in Buchstaben umzuwandeln, liegen Welten. Heute fühlt es sich an, wie das Leben auf 'nem anderen Stern. Und deshalb sollte ich damit abschließen.

Auch wenn es nicht viele waren, möchte ich den Leuten danken, die mir in der Zeit immer wieder aufmunternde Worte geschrieben und mich das eine oder andere Mal wieder auf den Boden zurückgeholt haben. Das hat mir wirklich gut getan.

Aber ich denke, es ist an der Zeit, ein Ende für dieses Buch zu finden.
Und was ist schon ein besserer Zeitpunkt, als dieser? Ein Neuanfang im Leben. Neue Menschen um mich herum. Ein neues Haus, in dem ich lebe. Eine neue Liebe, die mich auf meinem Weg begleitet.
Mir fällt keiner ein, deshalb ist es wohl dieser.  Obwohl ich morgen meine Zwischenprüfung schreibe, obwohl ich viel zu viele Leute zu meiner Geburtstagsparty eingeladen habe, obwohl ein wunderschönes Wochenende zur Neige geht, bin ich die Ruhe selbst.
Und jetzt gerade, wenn ich auf mein Leben zurückblicke, stresst mich so wenig, wie noch nie. Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Endlich einmal hat dieses Sprichwort beim Aussprechen keinen bitteren Beigeschmack.


Lasst euch nicht unterkriegen. Auch, wenn man mal einige Zeit nicht mehr lächeln kann, geht es irgendwann bergauf. Man darf sich nur nicht aufgeben. Vor 5 Jahren hätte ich jemandem für diesen Spruch auch einen Vogel gezeigt. Aber es ist wahr. Ich liebe mein Leben, genau so, wie es jetzt ist.
Macht es gut, liebe Leser. Falls hier noch mehr als die sind, mit denen ich Kontakt habe. Euch erzähle ich natürlich weiterhin davon, wenn es etwas neues gibt. :)


"Ich sag': "Lebe wohl!" zu den alten Geschichten, weil sie so lang schon mein Leben vergiften."




Ende

1 Kommentar:

  1. Somit stirbt der letzte Blog, den ich gelesen habe. Und man du Lauch, du schreibst so gut. Ich werd's vermissen den Anfangsbuchstaben deines Links hier oben in die Leiste einzugeben.
    Hoffe ich gehör weiterhin zu den Menschen, denen du Geschichten erzählst. :D

    Fünf Jahre. Like u and me, höhö. :D
    Tschö Riffmaker. :*

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