Hey du.
Dieses mal bin ich nicht zu spät dran. Habe in letzter Zeit oft an dich gedacht. Mittlerweile ist es nicht mehr so schwer damit umzugehen. Damals, als du diese Entscheidung getroffen hast, konnte ich dich nicht verstehen. Habe nicht nachvollziehen können, wieso du gerade diesen Weg eingeschlagen hast.
Aber genug von den alten Geschichten. Ich muss dir unbedingt erzählen, was in letzter Zeit so passierte.
Ich bin seit bald 6 Monaten endlich mal wirklich glücklich in einer Beziehung. Ich habe mich unsterblich in ein Mädchen verliebt, das wunderbarer nicht sein könnte. Sie ist so ein schöner Mensch, wie ich ihn noch nie getroffen habe. Vom Scheitel bis zur Sohle einzigartig hübsch. Ihr Charakter ist so unglaublich liebenswürdig. Sie hilft mir durch alles, was ich zu bewältigen habe. Und das allein dadurch, dass es sie gibt und sie mich genauso liebt, wie ich sie. Wir waren zusammen mit ihrer Familie im Urlaub und glaub mir, wenn ich sage, dass das die schönste Woche in meinem ganzen Leben war, dann meine ich das wirklich so. Noch nie habe ich so starke Gefühle für einen Menschen entwickelt. Wir beide merken immer wieder, dass wir füreinander bestimmt sind. Die meisten Dinge kannst du aus den anderen Texten hier lesen. Wenn du also mal ein paar Minuten Zeit hast, dann lies sie, bitte. Du wirst schon an dem, was ich geschrieben habe, sehen, dass meine Liebe zu ihr echt ist und ich sie unendlich schätze. Auch, wenn es ab und zu Streit gibt, ist sie in meinen Augen perfekt. Sie ist die Frau, mit der ich später zusammen leben möchte, die ich irgendwann heiraten und mit der ich Kinder haben möchte. Die Frau, mit der ich alt werden und gemeinsam sterben möchte. Ich habe in ihr meine Traumfrau gefunden. Ich liebe sie wirklich von ganzem Herzen. ♥
Du weißt doch, dass ich immer sagte, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung habe, was ich später werden will. "Rockstar oder Indianer wäre cool..", war oft meine Antwort. Auf jeden Fall habe ich dieses Jahr im August eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Aldi begonnen. Ich weiß, du freust dich nicht darüber, aber leider gibt es da einen Haken.. Es gab Schwierigkeiten mit meiner Vergangenheit. Nach der Geschichte mit der Klinik hätte ich einen Beruf wählen sollen, in dem ich geregelte Arbeitszeiten habe.
Wie auch immer, nach 2 Monaten habe ich gekündigt. Denn mir ging es mit dieser Arbeit überhaupt nicht gut. Erkläre ich dir ein anderes Mal genauer.. :/
Aber ich habe jetzt etwas anderes gefunden. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme nennt sich der Mist. Ich bin jede Woche von Montag bis Freitag mit 5 weiteren Leuten zusammen in einem Lehrgang, welcher das Ziel verfolgt, so bald wie möglich eine Ausbildungsstelle zu erhalten und nebenbei gibt es ein bisschen Geld. Dort habe ich vor genau einer Woche angefangen und bisher muss ich sagen, dass das ganze gar nicht mal so scheiße ist, wie ich zu Anfang dachte. Viel kann ich dir noch nicht erzählen, aber das kommt noch. :)
Das wären soweit die wichtigsten Dinge. Ach so, wir sind im August umgezogen. Wir 3 sind mit dem Freund von meiner Mutter zusammen in ein kleines Haus gezogen. Ist ziemlich schön hier. Dir würde es auch gefallen, denke ich. :)
Ich muss mich auch leider wieder verabschieden. Es war schön, dir nach langer Zeit wieder etwas zu erzählen. Vergiss mich bitte nicht. Du hast mich damals schon hier sitzen lassen, also denk wenigstens ab und zu mal an mich. :p
Ich hab' dich lieb, du Zwerg. Bis bald. :)
Weil alles bricht, am Lauf der Zeit, will ich, dass du mein Freund, meine Geschichten kennst.
Freitag, 15. November 2013
Donnerstag, 7. November 2013
Ruhe.
Es ist Nacht und keiner im Haus ist noch wach. Nur ein junger Mann sitzt an seinem Schreibtisch und blickt gedankenverloren auf das flimmernde Weiß seines Monitors. Ein Buchstabe nach dem anderen erscheint, während seine Finger über die Tastatur springen. Seine Gelenke sind starr. Der Kopf wird immer schwerer. Sein Hals immer schwächer. Gedanken kreisen durch den Schädel. Sein Blick ist kaum zu deuten. Als würde er in eine andere Welt sehen. Völlig abwesend schreibt er Wort für Wort.
In seiner Hand qualmt eine Zigarette, die er sich gerade angesteckt hatte. Dabei hatte er dies nicht einmal bemerkt. Er scheint sich in einer Art Trance zu befinden. Seine Gedanken wirken auf ihn alles andere als real. Als hinge er in einem Traum fest.
Solche Momente erlebt er seit einigen Jahren immer wieder. 'Das muss endlich aufhören.' ist sein erster Gedanke, wenn er nach so einer Nacht aufsteht, um sich für den Tag fertig zu machen. Nach seinem morgendlichen Ritual aus Zigarette, frischem Kaffee, Musik und einer Schüssel Cornflakes macht er sich auf den Weg in Richtung Stadt. Dort trifft er normalerweise jeden Tag seine Freundin, die zur Schule muss.
'Guten Morgen, Baby.'
'Hey.'
Sie umarmen sich kurz und geben sich einen Kuss.
'Wie hast du geschlafen?'
'Geht so und du?'
Er zieht die Schultern hoch und antwortet: 'Ach, es geht.'. Dabei springt ihm ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf. 'Naja... eigentlich ziemlich beschissen.'
Während die beiden wie gewohnt denselben Weg wie immer gehen, rauchen sie noch eine Zigarette und unterhalten sich über das, was die nächsten Tage ansteht.
Pünktlich kurz vor Schulbeginn verabschieden sie sich wieder.
'Kommst du in der Pause wieder her?'
'Natürlich, mein Herz.'
'Okay, dann bis später.'
'Bis später. Ich liebe Dich.'
'Ich liebe Dich auch.'
Sie sehen sich noch einmal in die Augen, küssen sich und gehen dann ihre Wege.
Während er über den nassen Asphalt läuft, dreht er sich noch einmal zu ihr um. 'Sie ist so eine wundervolle und unvergleichlich schöne Frau. Wenigstens meint es das Schicksal in diesem Punkt gut mit mir.' denkt er sich dabei und wendet den Blick wieder von ihr ab. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.
Entgegen allen anderen muss er nicht zur Arbeit oder zur Schule. Er läuft den Weg, den er gekommen ist wieder zurück und setzt sich an seinen Computer. Er liest, was er in der Nacht auf seinem Blog geschrieben hat. Erinnern kann er sich nur wage an die Sätze, die er in die Tasten schlug. Im selben Moment fangen seine Gedanken wieder an zu kreisen. Sie kommen ganz leise aus der hintersten Ecke seiner verworrenen Hirnwindungen angeschlichen und werden immer lauter, bis sie ihm, von jetzt auf gleich, in die Ohren brüllen: 'JUNGE, MACH ETWAS AUS DIR! DU KANNST NICHT EWIG WEGLAUFEN UND DICH VERSTECKEN! DEIN GEWISSEN HOLT DICH SOWIESO EIN!'
Frustriert und niedergeschlagen starrt er an seine Wand, während eine weitere Zigarette zwischen seinen Fingern glimmt. Er hört die Glut am Ende knistern, als er an ihr zieht.
Dabei schreit sein Gewissen ihn unaufhörlich an. 'DU HAST ES SCHON WIEDER NICHT GESCHAFFT!', dröhnt es in seinen Ohren.
Er hört nichts weiter als sein inneres Ich und seinen Herzschlag. Er ist laut und mit jedem Impuls merkt er, wie das Blut durch seine Adern strömt.
Als sein Blick auf die Uhr schweift schreckt er auf.
'Oh verdammt, ich muss mich beeilen.'
Die Zigarette qualmt im Aschenbecher, während er die Tür aufreißt und die Treppe heruntersprintet.
Er hüpft in seine Schuhe, zieht die nächste Tür auf, macht einen Schritt hinaus und schließt sie wieder.
In ein paar Minuten sieht er seine geliebte wieder.
Musik auf den Ohren. Lächeln auf den Lippen. Gedanken nur bei ihr.
Ruhe.
In seiner Hand qualmt eine Zigarette, die er sich gerade angesteckt hatte. Dabei hatte er dies nicht einmal bemerkt. Er scheint sich in einer Art Trance zu befinden. Seine Gedanken wirken auf ihn alles andere als real. Als hinge er in einem Traum fest.
Solche Momente erlebt er seit einigen Jahren immer wieder. 'Das muss endlich aufhören.' ist sein erster Gedanke, wenn er nach so einer Nacht aufsteht, um sich für den Tag fertig zu machen. Nach seinem morgendlichen Ritual aus Zigarette, frischem Kaffee, Musik und einer Schüssel Cornflakes macht er sich auf den Weg in Richtung Stadt. Dort trifft er normalerweise jeden Tag seine Freundin, die zur Schule muss.
'Guten Morgen, Baby.'
'Hey.'
Sie umarmen sich kurz und geben sich einen Kuss.
'Wie hast du geschlafen?'
'Geht so und du?'
Er zieht die Schultern hoch und antwortet: 'Ach, es geht.'. Dabei springt ihm ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf. 'Naja... eigentlich ziemlich beschissen.'
Während die beiden wie gewohnt denselben Weg wie immer gehen, rauchen sie noch eine Zigarette und unterhalten sich über das, was die nächsten Tage ansteht.
Pünktlich kurz vor Schulbeginn verabschieden sie sich wieder.
'Kommst du in der Pause wieder her?'
'Natürlich, mein Herz.'
'Okay, dann bis später.'
'Bis später. Ich liebe Dich.'
'Ich liebe Dich auch.'
Sie sehen sich noch einmal in die Augen, küssen sich und gehen dann ihre Wege.
Während er über den nassen Asphalt läuft, dreht er sich noch einmal zu ihr um. 'Sie ist so eine wundervolle und unvergleichlich schöne Frau. Wenigstens meint es das Schicksal in diesem Punkt gut mit mir.' denkt er sich dabei und wendet den Blick wieder von ihr ab. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.
Entgegen allen anderen muss er nicht zur Arbeit oder zur Schule. Er läuft den Weg, den er gekommen ist wieder zurück und setzt sich an seinen Computer. Er liest, was er in der Nacht auf seinem Blog geschrieben hat. Erinnern kann er sich nur wage an die Sätze, die er in die Tasten schlug. Im selben Moment fangen seine Gedanken wieder an zu kreisen. Sie kommen ganz leise aus der hintersten Ecke seiner verworrenen Hirnwindungen angeschlichen und werden immer lauter, bis sie ihm, von jetzt auf gleich, in die Ohren brüllen: 'JUNGE, MACH ETWAS AUS DIR! DU KANNST NICHT EWIG WEGLAUFEN UND DICH VERSTECKEN! DEIN GEWISSEN HOLT DICH SOWIESO EIN!'
Frustriert und niedergeschlagen starrt er an seine Wand, während eine weitere Zigarette zwischen seinen Fingern glimmt. Er hört die Glut am Ende knistern, als er an ihr zieht.
Dabei schreit sein Gewissen ihn unaufhörlich an. 'DU HAST ES SCHON WIEDER NICHT GESCHAFFT!', dröhnt es in seinen Ohren.
Er hört nichts weiter als sein inneres Ich und seinen Herzschlag. Er ist laut und mit jedem Impuls merkt er, wie das Blut durch seine Adern strömt.
Als sein Blick auf die Uhr schweift schreckt er auf.
'Oh verdammt, ich muss mich beeilen.'
Die Zigarette qualmt im Aschenbecher, während er die Tür aufreißt und die Treppe heruntersprintet.
Er hüpft in seine Schuhe, zieht die nächste Tür auf, macht einen Schritt hinaus und schließt sie wieder.
In ein paar Minuten sieht er seine geliebte wieder.
Musik auf den Ohren. Lächeln auf den Lippen. Gedanken nur bei ihr.
Ruhe.
Abonnieren
Kommentare (Atom)