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Mittwoch, 30. März 2016

Fickt euch selbst und danke sehr.

Man lässt Menschen aus den verschiedensten Gründen aus seinem Leben ziehen. Manchmal zerbricht das Vertrauen zu jemandem. Oder man verliert sich aus den Augen, weil man nichts mehr miteinander unternimmt. Manche ziehen weiter, weil sie ihre Ziele erreichen wollen. Und manche verjagt man, weil man sie nicht mehr sehen will.

Das alles passiert im Leben mehr als nur einmal. Daran gewöhnt man sich. Seiner eigenen Mutter zu sagen, dass sie für einen nicht mehr existiert, ist eine Sache. Wenn sich genügend Abneigung angesammelt hat, ist es nur noch ein kleiner Schritt. In den ersten Wochen, vielleicht auch Monaten, tut es noch weh. Man zweifelt auch mal daran, dass es die richtige Entscheidung war.
Aber was wirklich weh tut, ist der Verlust der ganzen Familie von dieser Seite.
Es ist so, als würde man von einem Freundeskreis ausgegrenzt werden, mit dem man sein ganzes Leben verbracht hat. Nur blutet diese Wunde länger. Freunde kann man woanders finden. Doch die halbe Familie kann man nicht einfach ersetzen. Da fehlt etwas und da wird immer etwas fehlen.

Vor allem, wenn man als einziger nicht mehr am Familientisch willkommen ist. Wenn es heißt: "Ich melde mich." und kein Anruf kommt. Wenn man wochenlang vergebens auf eine Einladung zu einem Geburtstag wartet, bis es dann mit dem nächsten weitergeht. Wenn man jedes Mal Grüße an alle ausrichten lässt, wenn man einen von euch sieht und diese nie erwidert werden.

Danke für nichts. Wieder einmal. Irgendwie dachte ich, dass ihr damals gemerkt hättet, dass ich nicht der taffe Kerl bin, der ich zu sein schien. Dass euch etwas daran liegt, wie es mir geht. Und das nicht nur, wenn etwas passiert ist.
Vielleicht sollte ich euch auch abschreiben. Nicht alle. Aber leider die meisten.