Gehen wir einen Moment in seinen Kopf. Dort hin, wo das Bild entwickelt wird, das seine Augen aufnehmen. Er sieht nicht diesen jungen Mann, sondern einen abartigen Widerling. Nicht mehr wie ein richtiger Mensch. Mehr, wie eine dumme Maschine, die von morgens bis abends das gleiche macht. Leuten im Weg stehen, die sich immer wieder an ihr stoßen. Nebenbei beklebt sie Kartons mit Etiketten und selbst das klappt nicht immer richtig.
Wenn er vor dem Spiegel steht, ist er sich immer wieder fremd. Ein Mann mit einem Gesicht voller Narben. Ihm fehlen Zähne und seine Augen stechen grell heraus. Es ist einer dieser unangenehmen Blicke, von denen man sich am liebsten abwendet und sie schnell wieder vergisst. Er sieht seinen Charakter, der sich nach Außen gewendet hat. Wenn er alleine ist, wünscht er sich, er könne fliehen. Fliehen vor sich selbst, doch es gibt keinen Weg nach draußen. Kein Fluchtweg aus dem Körper eines ihm völlig fremden. Er kann sich selbst nicht mehr ausstehen. Sein Spiegelbild macht ihm alles nach und verschwindet nicht. Auch seine Stimme kommt ihm nicht mehr bekannt vor. Er nutzt Begriffe, die er von sich aus niemals sagen würde. "Ist das wirklich mein Gesicht? Meine Stimme, die da spricht?" ist sein nächster Gedanke, der an ihm kleben bleibt.
Er hat sich selbst verloren. Ist nicht mehr der, der er einmal war. Früher dachte er als erstes an diejenigen, die er liebt. An seine Freunde, seine Familie und Freundin. Doch was ist passiert, dass er nun zu einem egoistischen und rücksichtslosen Arschloch mutierte und oft so handelt? Dabei hasst er es, Menschen zu verletzen und zu vernachlässigen.
Die Frage lässt sich nicht beantworten, aber ihm wird etwas anderes klar:
Er hat sich selbst verloren. Ist nicht mehr der, der er einmal war. Früher dachte er als erstes an diejenigen, die er liebt. An seine Freunde, seine Familie und Freundin. Doch was ist passiert, dass er nun zu einem egoistischen und rücksichtslosen Arschloch mutierte und oft so handelt? Dabei hasst er es, Menschen zu verletzen und zu vernachlässigen.
Die Frage lässt sich nicht beantworten, aber ihm wird etwas anderes klar:
"Ich selber bin mein größter Feind!"
Sein Blick driftet ab. Schon spät. Vielleicht wird ihm morgen ja bewusst, was bei ihm los ist.