Übersicht

Sonntag, 29. Juli 2012

Dankbar. Seid dankbar. Ein bisschen dankbar dafür.

Ich habe keine hohen Ansprüche, nein. Ich gebe mich auch mal mit dem wenigsten zufrieden. Wenns sein muss, schlafe ich draußen auf dem Boden, mache für einen Hungerlohn 8 Stunden am Tag den Abwasch in einer Cantinenküche und ernähre mich von Konserven-Futter. ABER. Ich will wenigstens ein wenig Anerkennung für das, was ich tue. Nur ein ganz kleines bisschen. 


Der einzige, der mir das Gefühl gibt, ich hätte in meinem Leben schon etwas auf die Beine gestellt, ist mein Vater. Ich weiß noch, als ich ihm erzählte, dass ich die Schule verlassen will, weil ich mich überhaupt nicht mehr wohl fühle. Da sagte er etwas, womit ich niemals gerechnet hätte. Nachdem ich sagte, dass ich Angst habe, er wäre von mir enttäuscht, sagte er folgendes: 

"Warum sollte ich enttäuscht sein? Du bist so ein toller, höflicher und intelligenter junger Mann geworden. Ich wäre niemals enttäuscht von dir. Ich bin stolz darauf, dass gerade DU mein Sohn bist und kein anderer. Dass du es geschafft hast, dir innerhalb so kurzer Zeit beizubringen, Gitarre zu spielen. Als wir letztens zusammen gespielt haben, (Er spielt Schlagzeug und ich kam dann mit meiner Gitarre und wir haben ein wenig gejammt :) ) war ich echt baff, dass du einfach ein paar Noten siehst und weißt, was du spielen musst, selbst wenn du das Lied noch nie gespielt hast. Nein, ich bin nicht enttäuscht. Auf keinen Fall." 

Mir kommen Tränen, wenn ich nur daran denke. Genau wie damals. 

Und dafür will ich ihm hier danken. Dass er es sogar dann noch schafft, mich aufzubauen, wenn ich selbst schon ganz unten angekommen bin und kein Licht mehr am Horizont sehe.



Wisst ihr was? Ich bin auch stolz auf meinen Vater. Er merkt, wenn es mir nicht gut geht, obwohl er mich viel viel seltener sieht als meine Mutter. Ich bin vielleicht 5 oder 6 mal im Monat einen Nachmittag bei ihm. Und dennoch merkt er sofort, wenn mit mir etwas nicht stimmt. Er interessiert sich dafür, wie es mit meinem Gitarrenspiel voran geht. Er nimmt mich auch mal in den Arm. Einfach so. Weil er mich liebt. Und, weil er mir dies zeigen will. Dafür will ich ihm danken. 

Denn er ist für mich sowas wie ein Held.


Danke Papa! Ich liebe dich. ♥


Bevor meine Mutter so etwas merkt oder mich einmal in den Arm nimmt, muss ich schon weinen. 


Wenn ich etwas im Haushalt tue heißt es bei meiner Mutter immer nur "Nächstes mal machst du das aber besser!", oder ich werde währenddessen schon abgehalten und ich höre ein "Gib mir das, du brauchst mir zu lange.". Wenn ich die Wäsche abhänge und zusammenlege höre ich nicht einmal ein "Danke." Einmal sagte sie sogar, dass das selbstverständlich wäre. MOMENT! Ich zog an diesem Tag einen Schlussstrich. Ich habe seitdem NICHTS mehr ohne Aufforderung im Haushalt gemacht. Nicht einmal den Müll raus gebracht. Nichts. 


Ich lasse mich nicht so behandeln. Klar, für sie mag das vielleicht selbstverständlich sein. Aber ich arbeite genau so lange wie sie. Und wenn ich ihr dann ein wenig Arbeit abnehme, ist ein kleines "Danke." vielleicht angebracht.
Da wären wir wieder bei dem Punkt "Anerkennung."


Man müsste meinen, es wäre ein riesen Aufwand dieses kleine Wort über die Lippen zu bringen. "Danke." 

It's not that hard, right? 

Ich würde mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren schreibt, wem ihr dankbar seid. Und, was ich sehr schätzen würde, wäre: dass ihr es dieser Person einmal sagt. Sie wird sich sehr darüber freuen, glaubt mir. :)

"All die ganzen guten Zeiten, 
es war schön und danke sehr."

Wenn der Feind in meinem Kopf zum besten Freund mutiert..

Es ist ein schönes Gefühl.. aber trotzdem fühl ich mich dreckig. Hin und her gerissen, ohne zu wissen, was ich eigentlich will.. ich hab es noch nie gewusst, aber nie hat es mir die Luft so abgeschnürt. Ich weiß nicht, ob ich meine Freundin will oder nicht. Ob ich bereit bin für eine Ausbildung oder nicht. Ob ich überhaupt fähig bin eine Beziehung zu führen?

Ich sollte anfangen keine Gefühle mehr zu hegen. Freundschaft, mehr braucht man nicht.. der Rest macht kaputt. Das, was ich nie wollte, würde mir jetzt am besten passen. Niemanden lieben.

Samstag, 28. Juli 2012

Ewig währt am Längsten

Langeweile, keine Lust zu nichts und es ist zu warm für alles.. ich hab nichtmal Lust ins Freibad zu gehen.. wozu wahrscheinlich die Narben ihren Teil beitragen.. Scheiße.

Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut.. als ich das das letzte mal hatte, habe ich wieder angefangen mich zu schneiden. Nach 2 Monaten ohne. Verdammt, ich will das nicht! Mein Geist ist für sowas nicht stark genug. Meine Stimme zu schwach. Mein Körper zu zerbrechlich.


Aber ich will nicht wieder in die Klinik und mich von allem abschotten. Ich will mein Leben leben und nicht darauf vorbereitet werden! Einfach wieder der alte sein.. bevor ich diesen ganzen Mist erlebt habe. Manchmal denke ich, dass so ein Leben nichts wert ist. Keinen müden Augenblick. Man ist kaputt, wird überall gefeuert, wenn man in Behandlung geht und niemand versteht einen. Wenn mir der Teufel ein Angebot machen würde, damit ich ein neues Leben kriege: Ja, zur Hölle mit meinem alten Leben!!


Alles auf Anfang. Neu auf die Welt kommen. Selbst, wenn ich keine Erinnerungen habe und alles neu lernen müsste, wäre es immer noch ein besseres Leben als dieses. Ja, mein Leben ist Mist. Ich geb's zu, ich habe bis auf die Grundschule NIE etwas durchgezogen. Nie habe ich es geschafft, dem Stress der Schule oder der Arbeit stand zu halten. Ich habe nicht einmal den Stress des normalen Lebens überstanden. Was soll das alles eigentlich? Warum sind manche damit gesegnet, überall Erfolg zu haben, kaum große Schwierigkeiten zu bekommen und ein schönes Leben zu leben, während andere Dreck fressen?

Das Leben ist nicht fair, war es nie und wird es nie sein. Aber, dass es sone Ausmaße hat?
An alle, die ein Leben führen, wie ich es mir gerne wünsche.. schätzt es. Lasst es nicht aus den Augen. Passt darauf auf. Das Leben kann schön sein, wenn man nicht gerade vom Pech verfolgt wird.

Freitag, 20. Juli 2012

False? Right? Damn, who even knows this?

Hier mein wahres "Ich". Draußen eine Maske. Beinahe die ganze Welt kennt den glücklichen, nur selten schlecht gelaunten Jan, der immer für einen Lacher bereit ist. Dass das nur eine Fassade ist, um von dem abzulenken, was ich eigentlich bin, weiß so gut wie niemand. Eine Ruine von dem Jungen, der ich einmal war. Nur die Menschen, die meinen Blog lesen und meinen 2. Account kennen, wissen, wie es mir wirklich geht. Manche wissen, dass ich krank bin. Manche nicht. Aber, macht mich das zu einem "falschen" Menschen? Zu einem Lügner? Zu einem Heuchler? Eigentlich mögen mich diese Menschen nicht. Sondern die Person, die ich versuche zu sein. Ein junger Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Der sich nicht unterkriegen lässt. Der immer für alle da ist. Der immer einen Rat auf Lager hat. Bin ich das mittlerweile? Wer weiß das schon? Ich nicht. Manchmal habe ich diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, ich sei ein Versager, der nie im Leben etwas auf die Reihe bekommt. Diese Stimme ist heute schon so laut, dass sich meine eigenen Worte oft in meinem Kopf verlieren.

Wie versteht man Gedanken, wenn man ihre Sprache nicht spricht?

Ich versuche es immer mit Musik. Wenn ich nicht weiß, was in meinem Kopf vor sich geht, schotte ich komplett ab, schnappe mir meine Gitarre und spiele. Irgendetwas. Alles ist still, nichts ist zu hören. Bis auf das Schwingen der Saiten. Das Schwingen ist beeinflussbar, aber dennoch lasse ich meinen Gedanken freien lauf, damit sie mit der Musik tanzen. Ja, so kann man das ausdrücken. Ich lasse sie tanzen und achte auf ihre Bewegungen. Ob sie schwach und leblos in der Gegend herumstehen, oder total ausrasten und sich zu der Musik bewegen. Daran erkenne ich, was in meinem Kopf eigentlich los ist. Klingt vielleicht ziemlich durchgeknallt.. aber so kann man sich das bildlich vorstellen.


Was habt ihr so für Methoden, um den Kopf klar zu kriegen? Viele schreiben, manche reden. Aber habt ihr noch etwas anderes, was ihr macht? Schreibt es einfach in die Kommentare, wenn ihr mögt! :)


Bis bald!

Dienstag, 17. Juli 2012

Ballast der Republik?

Das kennt sicher jeder von euch. Oder auch nicht? Ich weiß es nicht.. es geht zumindest mir mittlerweile immer öfter so.. ich sitze zuhause, weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wo das alles hinführt. Und, was mich am meisten fertig macht, wer ich bin und warum. Warum verletze ich Menschen immer wieder? Warum rutschen mir Sätze heraus, für die ich mich danach hasse?

Meiner Meinung nach ist genau das der Ballast der Republik. (Für Punk-Freunde übrigens ein verdammt gutes Album!) Nicht zu wissen, wo man hin soll und was aus einem wird. Es belastet einen körperlich und seelisch. Und das ätzende an der ganzen Sache.. du kannst nichts dagegen tun. Diese Ungewissheit bleibt, man kann niemanden nach einer Antwort für die Zukunft fragen. Den Satz, den ich am meisten gehört habe ist: "Du musst was aus dir machen, Junge!". Aber wie, wenn man keine Kraft dazu hat? Wie, wenn man nicht weiß, wohin? Wenn selbst die Richtung unbekannt ist, kann man nicht einmal den ersten Schritt wagen.

Momentan bin ich nur noch von mir selbst genervt.. ich brauche Hilfe, bin aber zu stolz um direkt nach ihr zu fragen. Ich habe eine tolle Freundin, die alles für mich tun würde. Genau, wie ich alles für sie tun würde. Ich liebe sie. Aber dennoch bin ich nicht glücklich. Was ist bloß los in meinem Kopf!? Diese ganzen Fragen. Warum und wieso? Wann und wie? Was mache ich hier eigentlich?

Wie ich schon gesagt habe.. ich brauche Hilfe. Wenn nicht auf direktem Wege, dann frage ich hier mal.. also.. wenn ihr irgendetwas empfehlen könntet, was mir hilft aus diesem Sumpf rauszukommen, wäre ich euch verdammt nochmal sehr dankbar und ihr habt viel bei mir gut. Was auch immer das sein mag, ich werde in eurer Schuld stehen.

Vielen Dank an die, die sich mein Gejammer durchlesen.. ich weiß das zu schätzen!